Gedichte-Blog

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Dieses Blog soll ein Forum für alle die werden, die sonst keine Möglichkeit haben, ihre Gedichte zu veröffentlichen.
Hier beschränke ich mich ausschließlich auf die Annahme von Gedichten.
Ich behalte mir vor, die Gedichte inhaltlich zu prüfen. Eine stilistische Prüfung findet nicht statt. Jeder, der hier veröffentlichen will, versichert, dass er dazu berechtigt ist und willigt ein, dass sein Werk hier für Jedermann einsehbar ist. Die Rechte an den Gedichten verbleiben bei den Autoren.
Eine weitere Nutzung der Gedichte durch mich findet nur nach Absprache statt.
Ich hoffe, dass dieses Blog ausgiebig genutzt wird.

Abschied

TrabiomaPosted by Trabioma Tue, August 09, 2011 07:24:22
Bitte bleib Verweile doch, es ist so schön Mit dir an meiner Seite Du darfst noch nicht alleine geh’n Du bist doch meine Freude Ich mag nicht mehr Hab keine Kraft So gerne ich auch bliebe Das Leben hat mich sehr geschafft Es gab so viele Hiebe Ich bitte dich, bleib noch bei mir Wir woll’n zusammenhalten Was soll ich denn alleine hier Wie soll das Leben ich gestalten? Ich dank dir für so gute Stunden Es waren ja nicht viel Mein Herz wird weiter dich umrunden Mit dir kam Glück ins Spiel Ich halt die Hand dir, wenn du geh’st Sollst nicht alleine sein Ich weiß ja, daß du nicht genest Will gut verbergen meine Pein

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das Windrad

TrabiomaPosted by Trabioma Sun, June 12, 2011 07:58:59

Das Windrad bei dor Nachbarn, das drehdsch wie oh mei Lähm

Bloß immer so im Greise rum, als däds nischd andres gähm

Un manchma schdehds ganz schdille, wie ähmde oh bei mir

Da gehd denn ganzen Daach nischd los, da gehsch ni vor de Dier

Dann wieder dreibd e Schdurm mich an, schon frieh drehsch mich im Greis

Mid viel Ideen un Daadendrang, mach ich mich richdich heiß

Das Lähm is ähmd e Windrad nur, schdeds immer nur rundum

Un wenn de denksd, leefsd grade Schbur, da bisde aber dumm!

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Frühlingsausflug

TrabiomaPosted by Trabioma Sat, April 09, 2011 19:26:43

Friehlingsausfluch

Das erschde Grien, das Glärchen scheint

Da ruff mor beede glei voreint:

Mor schdeichen schnell in unsre Sachen,

enn Ausfluch miss mor heide machen

mor bimmeln middor Bahne los

un ham e Buch off unsern Schoß

ne Schdunde rumbeld nu zum Ziel

das bundbemalde Grogodiel

„hier Endschdazion“ dor Fahrer ruffd

Mir frein uns off de Waldeslufd

Doch so als letzte Bassaschiere

Könn mir ni aus dor zuen Diere

Dor Fahrer vorne schdeichd schon aus

Un wie komm mir zur Diere naus?

Had uns dor Fahrer ni gesähn?

Läßd der uns an dor Diere schdehn?

Wo issn der? Wo gehd der hin?

Nu gugg- der sitzt im Cafè drin

Nach zorngefillder halben Schdunde

Machd der zu seiner Bahn de Runde

Dann siddor uns un ruffd endsetzt:

Wer hadd denn sie hier nein gesetzt?

Or schiddeld seinen Wuschelgobb

Un driggd nu endlich offn Gnobb

Mir wolln schnell naus, doch s is zu schbäd

Denn draußen warden groß un breed

Geschätzte hundert Mann am Ord

Die ziehds vom Wald schon wieder ford

Mir aber komm erschd gar ni hin

Uns läßd mor aus dor Bahn ni ziehn

Das is e Wärschen un e Drängeln

De Kinder dun schon miede quengeln

Off jeden Blatz hoggdsch eener nieder

mir fahrn im Schdehn nach heeme wieder

orledichd dann am Gichendisch

drink mor denn eechnen Gaffe frisch

wenn oh vor Zorn de Seele bäbd,

mor ham dor drotzdem viel orläbd

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sächsisch

TrabiomaPosted by Trabioma Fri, March 04, 2011 18:17:56

Refrain: de Zeidung is wichdich

was sch dord läs is richdich

da is for mich zusamm geschdelld,

was so bassierd in aller Weld

Läs ich frieh de Zeidung,

schlaach ich die weid off

ich läs von Orheidrung

un oh von viel Zoff

vor alln Dingen hinden

das is indressand,

da kannsch alles finden,

von Freide bis Schand

R: de Zeidung is wichdich

was sch dord läs is richdich

da is for mich zusamm geschdelld,

was so bassierd in aller Weld

de Dschenni is schwanger,

dor Gluuni nor ni,

dor Geenich am Branger,

dor Boris zu frieh

das muß ich dor wissen

das brauch ich zum Lähm

das darfsch ni vormissen

das dud mor was gähm

R: de Zeidung is wichdich

was sch dord läs is richdich

da is for mich zusamm geschdelld,

was so bassierd in aller Weld

un nu noch de Gäde

mid ihren Willjamm

for die isses schbäde,

dasse Hochzeid nu ham

de Läden, die zeichen,

was mor da koofen kann

de Dassen un Deller

midden Bild vornedran

R: de Zeidung is wichdich

was sch dord läs is richdich

da is for mich zusamm geschdelld,

was so bassierd in aller Weld

ars Besde vom Ganzen,

das läs ich erschd heid

das sin de Gondome

midden Willjamm ganz breid

nu denksch mor de Mädels

im englischen Land

daß die bei ihrn Sex ham

denn Willjamm zur Hand

R: de Zeidung is wichdich

was sch dord läs is richdich

da is for mich zusamm geschdelld,

was so bassierd in aller Weld

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bestrickte Vögel

TrabiomaPosted by Trabioma Sat, February 19, 2011 10:06:07

Hier an meinem Futterhaus

Halten’s Vögel nicht lang aus

Ihre Füße lang schon frieren

Also will ich sie verzieren

Und so hab ich über Nacht

Jedem Socken schnell gemacht

Nun, mit wollbestrickten Krallen

Kann es ihnen hier gefallen

Lustig, wie sie hier nun sitzen

Doch ich merk- sie brauchen Mützen!

Und bereits am nächsten Morgen

Kann ich sie damit versorgen

Mit ’ner Bommel, buntgeringelt

Sind die Amseln gleich umzingelt

Selbst die kleine blaue Meise

Kommt mit Mütze hier zur Speise

„Braucht den Schal ihr“? frage ich

Eichelhäher schüttelt sich

„wie soll ich im Fluge flattern

Ein Schal hängt fest an allen Gattern“

„Ja“ sag ich- „da hast du recht

Genauso sieht das auch der Specht“

Doch für den Niklaus übermorgen,

will ich Wolle noch besorgen

weil den Piepern ich zum Schluß

den Pullover stricken muß

ganz begeistert sind die Mätze,

daß ich mich des Nachts hinsetze

so mit Pullis, Socken, Mützen

alle hier bei mir froh sitzen

am Geländer aufgereiht

sind zum Dank sie gern bereit

ein recht frohes Lied zu singen,

daß mir beide Ohren klingen

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einmal

TrabiomaPosted by Trabioma Sat, February 19, 2011 10:03:04

Einmal im Leben trifft es jeder

Das Glück ist eine zarte Feder

Sacht wie die Daune schwebt es nieder

Hälst du es nicht, entschwindets wieder

Nur mit tausend kleinen Dingen

Kannst du´s dauerhaft erringen

Braucht nicht Worte, aber Wärme

Gedeiht in Stille, nicht Gelärme

Ganz sicher wächst das Glück am besten,

gibst du es weiter an den nächsten

lebst du ausschließlich für den andern,

wird´s Glück auch niemals weiter wandern

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die Socken

TrabiomaPosted by Trabioma Fri, February 18, 2011 07:45:47

Die Socken

Ein Hirt mit seinen hundert Schafen

Der wollte mich wahrscheinlich strafen

Ich wollte stricken warm und schnell

Paar Socken aus dem Schäfchenfell

Ich lief zur Herde auf der Wiese

Der Platz war leer, wo waren diese?

Gleich lief ich los, ich lief recht lange

Da seh´ ich Schafe weit am Hange

Man sagt ich sei beweglich noch,

drum kraxle ich den Hang da hoch

ich brauch ´ne Stunde oder zwei

dann ist die Mühe schon vorbei

doch hier am Berg ich niemand traf

den Hirt nicht und kein einzig Schaf

ich blicke wütend in die Ferne

da sehen meine Augensterne

am Flusse unten friedlich zieh´n

die Schafe übers Ufergrün

die Beine richtig hoch gezogen

rutsch ich auf meinem Hosenboden

von schwer erkämpfter Höh` herab

nur unten bremsen- das wird knapp

und wieder lauf ich hin zur Herde

auf daß die erste Socke werde

erschöpft, doch glücklich, komm ich an

und steh´ --

am leeren Schäferzaun!

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das Konzert

TrabiomaPosted by Trabioma Fri, February 18, 2011 07:38:01

Das Konzert

Der Konzertsaal voller Leute

Alle sind gekommen heute

Jeder hat sich angehübscht

Der Saal ist schließlich auch getüncht

SIE trägt heut Farbe, oben frei

Der eigne Mann im Frack dabei

An beiden Seiten Ohrgehänge

Die klimpern Mannes Geldgesänge

An gold´ner Kette großer Stein

Der fiel ins Dekollté hinein

Die dicken Ringe und ein Reif

Davon ist schon der Arm ganz steif

Und noch ein Kilo make-up

Klebt im Gesichte oben drup

Der Mann geht stolz an Frauchens Seite

Man sieht ja nicht, daß er schon pleite

Sein Frack ist ausgeborgt vom Freund

Der sitzt zu Hause rum und meint:

„nun habe ich nichts anzuzieh´n,

kann nur das Fernseh´n heut bemüh´n“

der Saal wird voll und immer voller

die Roben werden immer toller

schon sitzt ein jeder auf dem Platz

und hält rundum noch einen Schwatz

„ach Frau Kommerzienrat, wie schön,

daß sie auch konnten hierher geh´n“

„Herr Studienrat, wie geht es ihnen,

was machen ihre Honigbienen?

Sie sammeln gut in diesem Jahr,

das ist ja wirklich wunderbar“

Herr Motsche sagt zu seiner Frau:

„sieh dich mal um, mach´s aber schlau

Da sitzt die alte Zenkerin,

die immer bleibt im Stübchen drin

heut ist sie auch mal ausgegangen

da konnt´ sie auch zum Kremtopf langen“

Frau Motsche sagt hingegen nur:

„mein Gott welch fürchterlich Frisur

Kann die sich keinen Haarschnitt leisten,

damit sie aussieht wie die meisten?“

im Saal ist Tuscheln und Geraune

´s kommt unbemerkt schon die Posaune

Ihr folgen Geigen, Flöten, Oboisten

Und heute gibt´s zwei Klavieristen

Als Krauses noch den Rang erklimmen

Schon unten alle Geigen stimmen

Zuletzt mit Stab und schnellem Schritt

Der Dirigent zum Pulte tritt

Er hebt die Arme wie im Sport

Im Saal erstirbt das letzte Wort

Jetzt kommt die atemlose Stille

Schnell putzt Frau Motsche ihre Brille

Sie will ja sehen, was man hört

Die Nachbarn blicken ganz verstört

Jetzt hebt ein Brausen an im Saal

Das ist Musik nach ihrer Wahl

Der ganze Raum ist angespannt

Wie Dirigent mit leichter Hand

Seine Mannen kann bezwingen,

wie die Instrumente klingen

schon ist der erste Satz vorbei

es folgt ganz leise Dudelei

Frau Matsche kann schon nicht mehr sitzen

Sie würde gerne klowärts flitzen

Doch sie muß bleiben bis Satz viel

Noch spielen zweie am Klavier

Bewund´rungswürdig virtuos

„mein Gott, wie komm zum Klo ich bloß“

So kann Frau Motsche nur noch denken

Grad als die Nachbars gerne schenken

Einen knistrigen Bonbon

Sie selber raschelten ja schon

Zwei Reihen weiter jemand niest

Dann hinten laut ein zweiter grüßt

Nun husten auch die Krauses oben

Im Saale unten viele toben

Kann denn hier keiner sich benehmen?

Man muß sich ja für Fremde schämen

Bei diesem Denken ist indessen

Die Sinfonie zu End gewesen

Begeisterung – welch Ohrenschmatz

Es reißt die Leute hoch vom Platz

Jetzt kommt der glückliche Moment

Wo Motsches Frau zum Zielort rennt

Bis sie erreicht ersehntes Ziel

Hat sie ein scheußliches Gefühl

Der Beifall rauscht, es tobt der Saal

Frau Motsche ist nun los die Qual

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