Gedichte-Blog

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Dieses Blog soll ein Forum für alle die werden, die sonst keine Möglichkeit haben, ihre Gedichte zu veröffentlichen.
Hier beschränke ich mich ausschließlich auf die Annahme von Gedichten.
Ich behalte mir vor, die Gedichte inhaltlich zu prüfen. Eine stilistische Prüfung findet nicht statt. Jeder, der hier veröffentlichen will, versichert, dass er dazu berechtigt ist und willigt ein, dass sein Werk hier für Jedermann einsehbar ist. Die Rechte an den Gedichten verbleiben bei den Autoren.
Eine weitere Nutzung der Gedichte durch mich findet nur nach Absprache statt.
Ich hoffe, dass dieses Blog ausgiebig genutzt wird.

Wie zwei Sandkörner

Daryl SchosinskyPosted by Daryl Schosinsky Thu, February 28, 2013 12:32:38

In einer großen Welt, wo wir kaum noch merken,
Welcher Wind aus welcher Richtung weht.
Wie können wir da bestimmen woher wir selber kommen,
Und wohin uns unsere Wege führen?

Doch wo es ein Du und Ich zu geben schien,
Dort schien jedenfalls die Sonne.
Und wo ein Du und Ich Bedeutung haben,
Bedeutet uns unser Wir, ein ganzes Leben.

Wo unser Du und Ich die Luft zum Atmen ist,
Da war das Wir der erste Kuss am Tag.
Unser Wir war das erste Lachen eines Kindes,
Du und Ich waren die hellsten Sterne.

In einer großen Welt, wo wir kaum noch merken,
Woher der Regen kommen mag.
Wie können wir da bestimmen woher wir selber kommen,
Und wohin uns unsere Wege führen?

Doch wo es ein Du und Ich immer gegeben hat,
Da gab man auch nicht auf.
Und wo ein Du und Ich ihre Säule waren,
Da trugen wir ein Wir in die höchsten Höhen.

Wo unser Du und Ich die ersten Tropfen waren,
Da war das Wir das erste Licht.
Unser Wir war der erste schöne Gedanke,
Du und Ich, das war schön.

In einer großen Welt, wo wir kaum noch merken,
Wann der neue Tag beginnt.
Wie können wir da bestimmen woher wir selber kommen,
Und wohin uns unsere Wege führen?

Du und Ich sind flüchtig,
Doch noch flüchtiger ist das Wir.
Du und Ich das war so schön,
Und so wird es nie mehr werden.

Es war eine schöne Zeit,
Als Du und Ich ein Wir ergaben.
Doch heute verbindet uns nur noch eine Tatsache,
Du und Ich, zwei Sandkörner die sich aus den Augen verloren.

Denn dort wo wir Leben,
Herrscht eine einzige Wüste.

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Kleine leise Schritte meines Herzens

Daryl SchosinskyPosted by Daryl Schosinsky Sun, August 19, 2012 00:18:57

Deine leisen Schritte die mich auf meinem Weg begleiten,
Die Schritte, deine leisen Schritte und keine weiteren.
Und deine Abdrücke hinter den meinen,
Im weißen Schnee.

Du verfolgst mich die ganze Zeit,
Nichts hält dich, nichts hält mich, nichts hält uns.
Wohin ich gehe du stehst hinter mir,
Und leise Schritte, die mir folgen.

Diese Schritte die nie mehr vergehen,
Leise und still.
Ich hab dir geschworen dich nie zu verlassen,
Und du mir, mir immer zu folgen.

Ohne Angst vor dem was vor dir liegt, denn vor dir,
Bin ich.
Ohne Angst vor dem was hinter mir liegt, denn hinter mir,
Bist du.

Doch vor uns liegt die Zukunft,
Aus den leisen kleinen Schritten.
Werden große laute,
Sie wuchsen mit der Zeit.

Wege spalten sich, ich schwor dir nah zu sein,
Doch war ich es nicht.
Du schwurst mir zu folgen,
Doch trennten sich die Wege.

Mit nur einem Wort,
Angesicht zu Angesicht.
Hätten wir diesen Sturm umgehen können,
Wir beschworen ihn, wir verloren unser Ziel.

Und ich wandere meinen Weg weiter, mit dem kleinen Schritten hinter mir,
Die ständig in meinem Herzen schlagen, immer und immer wieder.
Egal wohin ich gehe, egal wie oft sich Wege spalten,
Ich werde bei dir sein.

Und auch jetzt wo deine Schritte nicht mehr die sind die sie einmal waren,
Jetzt wo du dich entwickelt hast zu einem erwachsenen Menschen.
Deinen eigenen Pfad finden musst, und es kein endgültiger Abschied sein muss,
Denn sich zu trennen bedeutet nicht beieinander zu sein.

Wir machen viele Fehler, die wir nie mehr ungeschehen machen können,
Wir können stehen bleiben oder einfach, weitergehen.
Aus kleinen Schritten werden große Schritte,
Charaktere verändern sich, Familien bleiben.

Genauso wie der Winter ging und damit deine kleinen Fußstapfen verwischen,
So wird der weiße Schnee wiederkehren und mit ihm die Erinnerungen.
Egal wo du auch bist, welchen Pfad du gewählt hast,
Was wir haben sind die Erinnerungen an einen gemeinsamen Weg.

Und wir hören die leisen kleinen Schritte, hinter den großen lauten.

[ http://gedankenderpoesie.blogspot.de/2012/08/kleine-leise-schritte-meines-herzens.html ]

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Mit dem Schleier auf der Haut

Daryl SchosinskyPosted by Daryl Schosinsky Mon, August 13, 2012 23:05:02

Wie weit würdest du für einen einzigen Kuss gehen?
Wie lange würdest du darauf warten mir ein letztes Mal in die Augen zu blicken.
Meinen heißen Atem auf deiner Haut zu spüren,
Meine Finger die deine halten.


Eisige schauer die nach uns greifen,
Während sich unsere Füße aneinander reiben.
In meinen Armen gewickelt in denen ich dich halte,
Und wir gemeinsam unter der wärmenden Decke liegen.


Von draußen bläst der Wind die kalte Luft hinein,
Wie ein Schleier der über uns liegt.
Mit den Erinnerung eines Märchens in unseren Gedächtnissen,
Schlafen wir gemeinsam wärmend ein.


Meine Lippe die die Zuflucht deiner Suchen,
Deinen Geschmack zu kosten, verinnerlichen bevor wir ins Land der Träume versinken.
Der kalte Schleier der uns nichts zu tun vermag,
Wenn meine Hand deinen Rücken berührt.


Der Schleier der wie Schnee auf unserer nackten Haut liegt,
Die Tropfen die langsam deinen Körper herabrollen.
Da die Hitze die zwischen uns entsteht,
Den Schnee schmelzen lässt.


Doch auch der Schleier aus geschmolzenem Schnee der um uns schwimmt,
Der uns nicht zu berühren vermag.
Kann uns nicht reißen aus einem Traum an alte Erinnerungen,
An die Erinnerungen eines Märchens.


Und unter der Decke die unsere Wärme hält, halte ich deine Hand,
Umschlungen um dir meine eigene Wärme zu geben.
Meine Lippen die deinen Nacken hinauf küssen um zum Schluss,
Halt vor deinem Ohr zu machen.


Mit meiner Hand die deine Hält,
Meine Füße die deine streicheln.
Meinen Lippen vor deinem Ohr,
Mit den Worten eines Liebenden.


"Ich liebe dich"

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Der Fremde im Glas

Daryl SchosinskyPosted by Daryl Schosinsky Sun, June 17, 2012 04:12:28
Schäme dich nicht deiner,
Denn du sahst es oft genug.
Frag nicht nach dieser fremden Person,
Denk nicht darüber nach.

Du erkennst es nicht,
Wer ist die Person die dich nachahmt.
Jede Bewegung, jeder Atemzug, alles,
Wenn du ihn ansiehst, blickt er dir entgegen.

Und immer fremder wird dir diese Person,
Du erinnerst dich an seine Züge.
An seinen Namen und doch,
Ist er dir so fremd.

Du dachtest ihn einst zu kennen,
Du dachtest ihn einst zu verstehen.
Und alles was er für dich ist,
Ein Fremder.

Die Augen die dich belügen,
Die dich angewidert betrachten.
Du willst dich abwenden,
Doch dieser Blick der dich durchbohrt.

Eisig kalt wird alles um dich herum,
Eis sammelt sich an allen Gläsern.
Euer Blickkontakt wird immer trüber,
Bis ihr euch beide in eure braunen Augen blickt.

Dein Atem steht wie du in diesem Raum,
Du hauchst gegen das Glas.
Er tut es dir gleich,
Du willst seinem Blick entkommen, doch es mag dir nicht gelingen.

Du schlägst gegen das Glas und rufst seinen Namen,
Fängst an zu weinen und schreist ihn an.
Unter deinen tränenbesetzten Augen blickst du auf,
Und du zerschlägst das Glas mit deinen Fäusten.

Hunderte seiner Abbilder blicken dich an,
Dich und deine blutigen Fäuste.
Aus hunderten von Scherben blickt er dich an,
Aus den Scherben.

Eines Spiegels.

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Verdrehte Welt

Daryl SchosinskyPosted by Daryl Schosinsky Fri, June 15, 2012 23:39:00
Du glaubst du wärst im Wunderland alles ist verdreht und verzwirbelt,
Durchgedreht und verwirbelt, wohin wir blicken, blicken Blicke auf uns nieder.
Und du kommst immer näher, wieder und wieder,
Es ist dir unangenehm, du kannst das Gefühl kaum mehr beschreiben.

Doch alles was dir noch einfällt, "Ich will hier nicht länger bleiben."
Diese verdrehte Welt, ist eine Welt in der die Leute anders sprechen,
Denn wer brauch schon eine Sprache, wenn wir uns nicht verstehen.
Mit einem Mal verstehen wir, wir büßten den Verstand schon lange ein,

Wir gehen verkehrt, nein, die Welt dreht sich anders.
Deine Atmung geht schwer, ja dein Herz ist am Rasen,
Doch auf dem Rasen dieses Gartens, ja dem Garten deiner Kindheit.
Wird dir bewusst, ja bewusst diese Blindheit.

Verschlossene Augen, ohne einen Schlüssel zu haben,
Der in das Schloss deiner Augen passt, immer zu diese Blindheit.
Du kannst sie nicht öffnen, ohnehin würde es sich nicht unterschieden,
Denn wir betrachten die Welt mit einer Abwertung.

Was soll der Mensch noch sehen oder wovon sollte er denn sprechen,
Es ist uns doch egal in dieser verdrehten Welt.
In einer Welt wo Mörder belohnt werden, ja in denen wir sogar die Gerechten bestrafen,
Da bleibt uns nichts anderes übrig als uns selbst zu strafen.

In einer verwirbelten Welt wo sich "gut" und "böse" vermischen,
Ist eine Welt die wir niemals vermissen.
Denn wer vermisst es schon richtig zu reden oder wieder klar zu sehen,
Es ist ihnen gleichgültig weil sie es sowieso nicht verstehen.

Was wir noch machen können ist diese verdrehte Welt wie einen Zauberwürfel zu spielen,
Nicht aufzugeben und sie einfach zu ordnen.
So das sich alle Teile an ihrem Platz befinden,
Sonst wird etwas größeres gehen, nicht nur unser sehen, hören und verstehen verschwinden.

Wir werden unmenschlich, denn die Menschlichkeit würde versagen,
Doch wir fädeln die Welt wieder ein, wir werden nicht verzagen.
Wer verzagt der verliert, wer verliert der versagt, doch wir werden wahre Worte sprechen,
Versagen ist kein Wort, welches wir zu sagen gedenken,

In einer verdrehten Welt.

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Wer möchte kann ja auch auf meinem Blog ein paar meiner Texte nachlesen, die besten meiner Texte bzw. die die mir sehr gut gefallen, poste ich hier.

http://gedankenderpoesie.blogspot.de/

Mit freundlichen Grüßen Daryl S.

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Alltag

Daryl SchosinskyPosted by Daryl Schosinsky Thu, June 14, 2012 01:45:21
All die Tage die ich denselben Weg auf und ab ging,
Ja ich ging ihn immer, denn es war mein Alltag.
Vom Alltag getrieben, bis zu Zeiten die mir blieben,
Um mich in der Zeit zu verlieren, die ich noch hatte.

Erschreckend war der Alltag,
Denn die Tage, ja all die Tage erschraken.
Was war und noch zu sein schien,
Und dann erschien mir etwas völlig Fremdes.

Ich vergesse die Zeit an sich, denn in der Vergessenheit geraten wir,
In das Vergangene was so vergessen war, was so schien und doch nicht war.
Mein Alltag, den ich an jedem Tag lebte,
Bebte unter der Veränderung, die zu leben schien.

Ich sah zu den Feldern die jeden Tag wuchsen,
Ihr Alltag, ihr alltäglicher Wandel und ihr alltäglicher Wachstum.
Und mit einem Mal, waren alle anderen Male so fremd und verschieden,
Dass ich den Unterschied sofort merkte, und ich bemerkte.

Das dort dieser eine Vogel auf einem Baumstamm saß,
Er besaß, nein er besitzt sogar die Fähigkeit.
Fähig zu sein, wovon wir nur zu träumen wagten,
Und er wagte das zu Leben, wovon er nur zu träumen schien.

Und mit einem Mal, war der Alltag, das alltäglich in allen Tagen, so anders.
Er überblickte das Feld mit seinen Augen, er saß obwohl er es besaß.
Die Fähigkeit mit seinen Flügeln über unseren Köpfen zu fliegen,
Und mit der Zeit verflog der Alltag, der mich an allen Tagen überkam.

Es schien mir wie ein Traum, denn davon träumte diese Vogel wohl,
Wohl war mir dabei, denn ich träumte von einem Vogel.
Doch war es ein Tag, ich war nicht am Schlafen, ich erwachte,
Ich wurde wach aus dem Alltag.

Ein Vogel der die Macht besaß, ja die Fähigkeit besitzt,
Über das Feld zu fliegen und es ganz anders zu betrachten.
Und so betrachte ich ihn wie er da sitzt, ja ich den Vogel der dort sitzt,
Um zu merken dass er es könnte und doch nicht tut.

Um einen ruhigen Moment, ja einen alltäglichen Moment zu erhaschen,
Ihn einzufangen, ohne ihn überhaupt jagen zu müssen.
Und es jagte mir einen Schrecken ein,
Denn mit dem Alltag, kam auch die Gewohnheit.

Es wurde uns sogar zur Gewohnheit, es war uns ja gänzlich gewohnt,
Diesen ruhigen Moment mit unseren ruhigen Augen zu erhaschen.
Aus einem ruhigen und doch so unruhigen Leben,
Ja zeigte mir der Vogel auf dem Baumstamm, das Leben selbst.

Ich setzte mich dahin, und an all den Tagen die hinter mir lagen,
Begriff ich das ich einen neuen Alltag riskierte.
Und neben mir, an jedem dieser Tage,
Saß ein Vogel um mit mir das Feld zu betrachten, obwohl...

Er die Fähigkeit besaß, zu fliegen.

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Der sehnlichste Sinn

Daryl SchosinskyPosted by Daryl Schosinsky Thu, May 03, 2012 01:39:57

Manchmal sehnen wir uns nach einem ersehnten Sinn,
Doch ersannen wir nicht, wie sehnlich wir ihn suchten.
Wir gingen ziellos, den losesten Zielen entgegen,
Gegen den Strom und gegen die Zeit.

Wir waren Waisen in einer verwaisten Welt,
Nur die Weisesten der Weisen wussten wie.
Doch die anderen, die nicht so weise waren,
Wussten es nicht.

Wir streiften uns die Jacken über, denn es regnete draußen.
Und draußen hinaus, raus in die weite Welt.
Dort wo wir das Weite suchten,
Dort wo der Regen fiel.

Fielen wir wie Sterne vom Himmel,
Einem Himmel der verfällt.
Verfielen wir ihm, unsere Augen und unsere Träume,
Genau wie Sternenschnuppen ziellos herunter.

Denn unter uns schien kein Boden zu sein,
Wir verloren den Halt, wir schwankten, wir fielen.
Und wir suchten sehnlichst nach Halt,
Nach einem Sinn an dem wir uns halten konnten.

Wir ergriffen es mit all unseren Wünschen, unseren Hoffnungen und Träumen,

Weil wir davon sehnlichst träumten, diesen Halt zu finden.
Wir hielten keinen Moment inne,
Denn von innen drin, dort wo mein Herz schlug und schlägt.

Hielten wir es ganz fest,
Vor dem Verfall geschützt.
Und unser sehnlichster Wunsch nach einem Sinn,
Hatte endlich einen Sinn.

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Gedankenträger

Daryl SchosinskyPosted by Daryl Schosinsky Sat, April 21, 2012 05:49:44
Es gibt nichts was wir nicht denken können.
Es gibt nichts was uns noch hält
Es sind die Flügel die uns tragen,
Es sind die Gedanken auf denen wir reiten
Wir sind die Träger unserer Träume
Wir sind Gedankenträger

Es gibt nichts was wir nicht machen können
Es gibt nichts was uns noch hält
Es sind die Freunde die uns lieben
Es ist die Liebe die uns leben lässt
Wir sind die Träger unserer Träume
Wir sind Gedankenträger

Es gibt nichts was du noch sagen könntest
Es gibt nichts was mich bei dir hält
Es sind die Tränen dieses Schmerzens
Es ist der Schmerz dieser Liebe
Doch so bleiben wir Träger unserer Träume
Träger unserer Gedanken

[ http://gedankenderpoesie.blogspot.de/ ]

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