Gedichte-Blog

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Dieses Blog soll ein Forum für alle die werden, die sonst keine Möglichkeit haben, ihre Gedichte zu veröffentlichen.
Hier beschränke ich mich ausschließlich auf die Annahme von Gedichten.
Ich behalte mir vor, die Gedichte inhaltlich zu prüfen. Eine stilistische Prüfung findet nicht statt. Jeder, der hier veröffentlichen will, versichert, dass er dazu berechtigt ist und willigt ein, dass sein Werk hier für Jedermann einsehbar ist. Die Rechte an den Gedichten verbleiben bei den Autoren.
Eine weitere Nutzung der Gedichte durch mich findet nur nach Absprache statt.
Ich hoffe, dass dieses Blog ausgiebig genutzt wird.

MöchtegernBukowski

Aaron ThierPosted by Aaron Thier Sun, November 25, 2012 17:29:44
Der MöchtegernBukowski


Gequollenen Rauch zeugt die Zigarre,
durchflutet Raum und schmälert das Lich
Auf dem Bettlaken spuren der Asche
und leere Flaschen unter dem Tisch

Die Sinne noch träge,
der Magen noch flau
und aus dem erlebten noch immer nicht schlau

Vergangene Bilder regen Gefühle,
erscheinen und schwinden vorm inneren Licht
Geschirr stapelt sich, in des Küches Spüle
und errinert daran, was sonst noch so ist

Das Vergangene ruht,
der Augenblick ist gebohren
und alles was war ist aufs neue verloren.


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Gedanken des Rauschs

Aaron ThierPosted by Aaron Thier Sun, November 25, 2012 17:07:22
Gedanken des Rauschs

1. Zu vieles Denken führ fraglich zu mehr Wissen, jedoch auf keinen Fall zur Wahrheit.


2. Die Liebe beflügelt und lähmt gleichermaßen... dieses Paradox lässt unsere Logik winzig
erscheinen.


3. Je öfter man strauchelt, desto mehr fürchtet man sich davor
sich fallen zu lassen.


4. Die Anziehungskraft der Erde ist groß, die Kraft des Geistes noch größer und die Kraft des Ganzen unendlich.


5. Zu viel reden führt zu mehr Verwirrung und zu viel schweigen zu einem Mysterium.


6. Der rüpelhafte Rausch hilft einem zu Zeiten der Realität zu entfliehen und der Wahrheit ein Stückchen näher zu kommen.


to be continued


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Der Pessimist

Aaron ThierPosted by Aaron Thier Thu, November 15, 2012 19:12:55
Der Pessimist

Die Laune, das Wetter, die Gesundheit und überhaupt
waren auch schon mal besser," denkt der vom Schicksal
gebeutelte Pessimist und misst, dass er zu klein, die Börse
zu schmal, die Tage zu kalt und überhaupt alles mangelhaft ist.
Nach dieser Feststellung wird er dann nicht lange zögern
erneut die Gewissheit darüber zu erlangen, dass ihm bisher
und wohl auch in Zukunft viel zu wenig Aufmerksamkeit
und Mitgefühl entgegen gebracht wurde und wird.
Hinzu kommt, dass er letzte Nacht immer schlecht geschlafen
hat und früher überhaupt alles besser war.

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Ein Trinkspruch

Aaron ThierPosted by Aaron Thier Thu, November 15, 2012 18:44:02
Ein Trinkspruch


Ein Schluck für die Liebe,
ein Schluck für den Frust,
ein Schluck für die Nerven,
ein Schluck noch, dann ist Schluss.

Ein Schluck für die Freiheit,
ein Schluck zum vergessen,
und einer vor, zwischen und
einer nach dem Essen.

Ein Schluck vorm zu Bett gehn,
ein Schluck zum Erwachen,
ein Schlückchen ein kleines
zum weinen und lachen.

Ein Schluck für das Leben,
ein Schluck für den Tod,
ein Schluck für den Frieden,
den Hass und die Not.

Ein Schluck für die Mutter,
ein Schluck für den Vater,
einen für...
und einen gegen den Kater.

Ein Schluck für die Leber,
ein Schluck für den Kopf
und einen fürs Ende,
nur einen noch...

Aaron Thier 2010

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Der Mensch

Aaron ThierPosted by Aaron Thier Thu, November 15, 2012 18:32:34
Der Mensch



Die Hülle seines Geistes bröckelt langsam auseinander
und so raucht er und so trinkt er drum noch mehr,
für das Leben, das ihm zukam war er selten richtig dankbar,
er mag es nicht, es viel bisher zu schwer.


So wie er die Freuden kennt, kennt er auch gut das Leid,
kennt Verlangen, Lust und Ängste und wär gern von allm befreit,
also betet er zu Göttern und verliert sich selbst im Rausch,
doch die schmerzliche Gewissheit Mensch zu sein taucht wieder auf.


Die Liebe ist das Leiden und Glückseligkeit die Trauer,
die Hoffnung ist die Angst und die Freiheit ist die Mauer.

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Der Tod

Aaron ThierPosted by Aaron Thier Thu, November 15, 2012 18:13:15
Der Tod


Das Ende naht flüstert der Tod,
man ringt mit Angst und großer Not,
vergisst welch guter Freund er ist
und schmäht das Angebot.

Wird man gebohren schon klopft er an,
Er stellt sich vor und zieht von dannen,
"Ich komme wieder" sagt er freundlich
"und dulde keinen Wiederstand"

Im Lauf der Zeit vergisst der Mensch,
vergisst was ihm versprochen
und kommt der Freund dann einst zurück,
dann ist er sehr erschrocken.

Leben ist wachsen, gedeihen, verwelken und sterben
gebettet in des Gevatters Schoß,
die Angst vor dem Ende, welche die menschen stets haben
ist die Angst vor sich selbst nicht dem Tod.

Aaron Thier Goa 2010

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