Gedichte-Blog

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Ich behalte mir vor, die Gedichte inhaltlich zu prüfen. Eine stilistische Prüfung findet nicht statt. Jeder, der hier veröffentlichen will, versichert, dass er dazu berechtigt ist und willigt ein, dass sein Werk hier für Jedermann einsehbar ist. Die Rechte an den Gedichten verbleiben bei den Autoren.
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Ich hoffe, dass dieses Blog ausgiebig genutzt wird.

Politik

M. GernhardtPosted by M. Gernhardt Sat, September 19, 2009 09:52:21

Dieses Gedicht bezieht sich zwar auf einen bestimmten Politiker, ist aber durchaus allgemeingültig gemeint! Insofern handelt es sich nicht um Wahlkampf... smiley

Zumal die Parteifreunde des Betreffenden auch nicht gut wegkommen... smiley

Ich möchte nicht Politiker sein

Neulich trat ein Landeschef zurück,
viele sagten, das sei ein Glück,
leider sei der Zeitpunkt nicht richtig,
machten sich da welche wichtig.

Bis zur Übergabe an den Neuen,
bleibt er seiner Arbeit treu.
Die Presse schrie ganz laut "Skandal!"
Verfassung? Ist doch scheißegal.

Er konnte gar nichts richtig machen,
die Gegner würden trotzdem lachen.
Gegner nicht nur aus den anderen Parteien,
Gegner vor allem aus den eigenen Reihen.

Sein Unfall früh im Januar,
belud ihn mit Schuld, das ist ganz klar.
Verkehrsregeln darf man nicht ignoriern,
das kann zum Tod von Menschen führn.

Eine Frau ist dort gestorben,
ein Familienglück verdorben.
Doch werfe hier den ersten Stein,
wer stets hält alle Regeln ein.

Reines Glück, wenn's bislang ging gut,
solche Häme macht mir Wut.
Die Presse war ganz schnell dabei,
zu sagen, ihm sei's einerlei.

Hat denn keiner hier Gefühl?
Man sieht doch, dass er gar nicht kühl.
Die Wahrheit ist ganz schnell verflossen,
hat man sich auf ihn eingeschossen.

Natürlich liefen da auch Sachen,
die sollte wirklich keiner machen.
Ihm allein in die Schuhe geschoben,
schnell 'ne neue Legende gewoben.

Monatelang hieß es, dass er nicht ganz da,
doch jetzt ist er der Dumme, wunderbar.
Ein Sündenbock, ach, wie genehm,
da kann sich mein Magen nur noch drehen.

Politik ist eben hart,
wird da getönt ganz cool, ganz smart.
Aushalten muss man das ganz locker,
das darf nicht hauen ihn vom Hocker.

Krank nenne ich diese Worte,
diese Typen kenn ich, diese Sorte.
Ich möchte lieber Menschen haben,
als Politmaschinen zu ertragen.

Ihr wundert Euch, dass keiner wählt?
Dass Politik die Menschen quält?
Guckt Euch an das Angebot,
die Presse schreibt die Guten tot.

Wer hat denn darauf wirklich Lust?
Wer möcht' sich antun solchen Frust?
Deshalb gibt es so viele schräge Gestalten,
die unser armes Land verwalten!

© M. Gernhardt
Rheinland, 19.09.2009

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Gewidmet dem 75. Artikel (Absatz 3)
der thüringischen Landesverfassung und
dem Mann, der sich daran gehalten hat!!!

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